3/2017 Bei «The String» ziehen alle an einem Strang

Bei «The String» ziehen alle an einem Strang

Musik ist ihre gemeinsame Leidenschaft. Deshalb haben fünf junge Männer aus Zollikon, Zumikon und Maur die Band «The String» gegründet. Morgen stellen sie ihr Können in Oerlikon unter Beweis.

Bereits im oberen Stock hört man das Pauken eines Schlagzeugs, die beruhigenden Klänge eines Basses, das Solo einer E-Gitarre, eine verruchte Männerstimme. Je näher man der Tür kommt, desto intensiver werden die Töne. Es sind die Klänge der Band «The String», einer Truppe bestehend aus fünf jungen Männern aus der Umgebung: Lenard Hering, Samuel Meier und Simon Fuhrer alias Dizzy aus Zumikon, Yanik Wettstein aus Maur und Mick Arbenz aus Zollikon.

In ihrem Bandraum in Dübendorf proben die fünf aufgestellten jungen Männer für ihren bevorstehenden Auftritt am SPH Bandcontest, bei dem «The String» ihr Können unter Beweis stellen wird. In der morgigen Vorrunde treten sie gegen sechs andere Gruppen an, wovon drei in die nächste Runde einziehen dürfen. Die Musiker schätzen ihre Chancen mittelmässig ein: «Ich würde uns jetzt nicht als Favoriten bezeichnen, aber jeder von uns hat auf jeden Fall Potential», sagt Simon Fuhrer, der mit seinen 21 Jahren der Älteste im Bunde ist. Zudem seien einige Konkurrenten schon etwa 30-jährig und würden bereits seit 15 Jahren zusammen spielen. «Doch die sind dann vielleicht nicht so interessant wie wir», entgegnet Mick Arbenz und lacht. Samuel Meier dagegen schliesst einen Erfolg und damit einen Einzug in die zweite Runde nicht aus: «Unsere Musik ist sehr massentauglich.»

Nur eigene Songs

Obwohl die Fünf bereits wie ein eingespieltes Team wirken, ist «The String» in dieser Konstellation eine Neuheit. Zu Beginn bestand die Gruppe nur aus Simon Fuhrer und Lenard Hering. «Vor drei Jahren haben Lenny und ich begonnen, gemeinsam Gitarre zu spielen, irgendwann habe ich dann auch dazu gesungen», erinnert sich Front-Sänger Simon Fuhrer. Mithilfe einer sogenannten «Loop Station», einem technischen Gerät, mit welchem bereits gespielte Sequenzen unverändert abgespielt werden, entwickelten die beiden nach und nach eigene Songs. Einer davon ist auf dem Weg nach Budapest entstanden, einer in der Schule und teilweise sind auch während der Proben neue Strophen dazugekommen. «Wichtig ist, dass man von irgendetwas ausgehen kann. Entweder von einem Akkord, einer Melodie oder einem Text, den man umsetzen möchte», erzählt der 19-jährige Lenard Hering.

Verträumt, aber mitreissend

Als die beiden sich dazu entschlossen hatten, live zu spielen, machten sie sich auf die Suche nach neuen Bandmitgliedern und stiessen so auf die restlichen drei Jungs. Kennen tun sie sich aus der Sekundar- oder der Musikschule, gemeinsam haben sie ihre Leidenschaft für die Musik. Diese war auch ihr Antrieb bei der Gründung ihrer Band. Zudem sei es auch cool, sich zu zeigen. «Doch nur um auf der Bühne stehen zu können, würden wir keine Musik machen», stellt Simon Fuhrer klar.

Das Fünfer-Gespann gibt es erst seit knapp zwei Monaten. Seither probt die Band ein- bis dreimal wöchentlich auf den Contest hin. 25 Minuten Zeit werden sie zur Verfügung haben, um die Jury von ihrem Talent zu überzeugen. Und so spielen sie diejenigen ihrer Songs, die ihnen auf der Musikplattform SoundCloud die meisten Klicks eingebracht haben. Bassist Mick Arbenz beschreibt ihren Musikstil als Rock/Alternativ: «Unsere Lieder sind verträumt und mitreissend zugleich.» Dem schliesst sich auch Lenard Hering an, der davon überzeugt ist, dass sie ein breites Spektrum an Musikgeschmäckern abdecken können.

Das grösste Anliegen der Band ist, dass die Songs dem Publikum unter die Haut gehen: «Können wir mit unserer Musik jemanden berühren, haben wir unser Ziel erreicht», sagt Gitarrist Samuel Meier. Sie wollen aber auch authentisch bleiben. «Uns hebt von anderen ab, dass wir alles simpel und selber erledigen», sagt Simon Fuhrer, vom Bezahlen des Bandraums übers Knüpfen der Kontakte bis hin zu den eigenen Songs – bei «The String» ist alles selbstgemacht. (cdv)