42/2016 Welche Route nimmt der Bus?

Welche Route nimmt der Bus?

An der nächsten Gemeindeversammlung dürfen die Zumiker zum zweiten Mal zur Linienführung «ihres» Busses 919  Stellung nehmen. Der Gemeinderat wird ihnen hierzu unterschiedliche Vorschläge unterbreiten. Weiteres Traktandum wird der Voranschlag 2017 und damit auch der Steuerfuss sein.

ZUMIKON. An der Gemeindeversammlung vom Mai dieses Jahres war die neue Buslinienführung zum ersten Mal traktandiert. Wo die Endstation des Zumiker Busses sein soll, wurde äusserst engagiert diskutiert, doch musste das Geschäft schliesslich zur Überarbeitung an den Gemeinderat zurückgegeben werden. Nun steht es wieder an. Hintergrund für die Änderung der Route ist die Umnutzung des Alten Gemeindehauses. Im Budget waren damals 110 000 Franken für eine neue Bus-Schleife ausgewiesen worden. Doch schnell hatte sich gezeigt, dass dieser Betrag mitnichten reichen würde. Vielmehr hätte beispielsweise die Dorfstrasse angehoben und die gesamte Kanalisation umgelegt werden müssen. Die Kosten hierfür: mehr als eine halbe Million Franken.

Der Gemeinderat hatte der Versammlung daher empfohlen, die Haltestelle Waltikon vorerst als Endpunkt zu verabschieden. Die Gemeinde könnte damit auch jährlich 20 000 Franken sparen, weil sie sich zurzeit den Luxus leistet, Bus und Forchbahn parallel dieselbe Strecke fahren zu lassen. Langfristig gesehen – so der Gemeinderat – könnte man in der Zukunft in Ruhe darüber entscheiden, den Bus doch über den Dorfplatz hinweg Richtung Geissacher fahren zu lassen. Dem Stimmvolk war das zu unsicher. Es befürchtete, dass eine vorläufige Endstation Waltikon zu einer dauerhaften Endstation Waltikon werden könnte und der Dorfplatz noch unattraktiver würde.

Nun werden unterschiedliche Varianten en detail vorgelegt: eben eine verkürzte Buslinie, die am in Waltikon endet, eine verlängerte Linie, die über das Dorfzentrum hinaus fährt, und eine umgebaute Haltestelle am Alten Gemeindehaus.

Keine Erhöhung des Steuerfusses

Neben der Änderung der Buslinienführung wird der Souverän über den Voranschlag 2017 befinden.

«Mit Blick auf den Voranschlag 2017 wird der Gemeinderat dem Stimmvolk empfehlen, den Steuerfuss wie bisher bei 85 Prozent zu belassen», erklärt Gemeindeschreiber Thomas Kauflin auf Anfrage. Zu den beiden Gemeindeversammlungs-Geschäften hat die Gemeinde für die nächsten Tage eine detaillierte Information in Aussicht gestellt. (bms)