09/2016 Der Dorfplatz bleibt, wie er ist

Der Dorfplatz bleibt, wie er ist

Das Projekt «Square» für die Neugestaltung und Belebung des Zumiker Dorfplatzes aus dem Jahr 2012 ist definitiv vom Tisch. Statische Probleme und eine damit verbundene Kostenexplosion sind die Gründe.

Schon lange wird um die Belebung des Dorfplatzes gerungen, Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht. Unter Führung der damals zuständigen Gemeinderätin Milena Danielson wurde aus der Bevölkerung ein «Think Tank» gegründet, der Ideen entwickelte, mit welchen Massnahmen dem Dorfplatz mehr Leben eingehaucht werden könnte. Und die Ideen sprudelten dermassen, dass ein Wettbewerb unter Landschaftsarchitekten ausgeschrieben wurde, den im Juni 2012 das Projekt «Square» gewann. Im gleichen Jahr begannen die Vorbereitungsarbeiten für die Umsetzung des Siegerprojekts. In diesem Zusammenhang beurteilten Ingenieure die Auswirkungen auf die Tiefgarage unter dem Dorfplatz. Dabei stellte sich heraus, dass aus Sicherheitsgründen massive bauliche Massnahmen hätten ergriffen werden müssen, zum Beispiel zusätzliche Armierungen in der Tiefgarage. Die Kosten von 0,95 Millionen für «Square» wären auf rund 1,5 Millionen gestiegen, worauf der Gemeinderat einen Marschhalt beschloss. Kam dazu, dass die Liegenschaften am Dorfplatz einen gewissen Sanierungsbedarf haben, genauso wie auch das Gemeindehaus.

Kinderspielplatz als Magnet

Nun kann man fragen, weshalb man das nicht schon bei der Projektierung bemerkte. Laut Aussage von Gemeindeschreiber Thomas Kauflin haben die Landschaftsarchitekten die Statikprobleme nicht so detailliert analysiert, das liege auch nicht in ihrem Aufgabenbereich. Und der Aufbau auf dem Dorfplatz mit Kies und Bäumen hätte tatsächlich Probleme geben können. Deshalb hat der Gemeinderat nun die Übung ganz abgebrochen. Gemäss Thomas Kauflin sucht die Gemeinde jetzt Lösungen, um den Dorfplat zu beleben, die ohne grosse bauliche Veränderungen umgesetzt werden können. Wichtig sei vor allem ein guter Geschäftemix, der Besucherfrequenz bringe. Doch darauf habe die Gemeinde nur beschränkt Einfluss. Wenn man schaut, wie der neu gestaltete Kinderspielplatz von Eltern und Kindern frequentiert wird und zu einem lebendigen Ort der Begegnung geworden ist, wird klar, dass dem Platz auch auch ohne grossen Umbau mehr Leben eingehaucht werden kann. Wobei man selbstverständlich nicht an jeder Ecke des Platzes einfach einen Kinderspielplatz einrichten kann.

Erst die Häuser, dann der Platz

Ein Teil der Nachbarhäuser wurde bereits saniert, für die übrigen laufen die Vorbereitungsarbeiten. Gleichzeitig wird abgeklärt, welche Sanierungen an Gemeindehaus und Tiefgarage notwendig sind – und wann diese umgesetzt werden können. Diese Kosten fliessen dann in den Finanzplan ein und werden mit der Investitionsrechnung dem Souverän vorgelegt. Erst nach den Sanierungsarbeiten können allfällige bauliche Veränderungen auf dem Dorfplatz überhaupt wieder zu einem Thema werden. (wn)