47/2014 Das «kleine Format» eröffnet

Das «kleine Format» eröffnet

Die Tür zur Villa Meier-Severini blieben  den ganzen Abend über weit offen stehen. Die Ausstellung überraschte einmal mehr mit den kleinen Formaten in Fotografie, Malerei, Plastik und Skulpturen.

Die vielen Interessierten und Kunstfreunde gaben sich fast ununterbrochen die Klinke in die Hand. Drinnen, in den stattlichen Räumen der Villa, drängten sich die Gäste der Vernissage. Da gab es vieles zu beschauen und zu bewundern, Starres, aber auch Bewegtes. Originelle Materialien und bunte Figuren, für jeden Geschmack findet sich ein Objekt. Schliesslich haben fast 100 Künstlerinnen und Künstler zur Ausstellung ihren Beitrag geleistet. Ein spezieller Blickfang beim Eingang ist der auffällige «Kleinomat». Der ehemalige Zigi-Automat, der frühere Zigarettenschachteln ausspuckte, liefert heute als  Kleinomat künstlerische Kleinstwerke. Auch hier ist die Vielfalt fast unerschöpflich und jedes Kunstwerkchen eine Wundertüte für nur acht Franken.

Andrea Pfister begrüsste die Gäste der Vernissage und bezeichnet die Villa als ihr Zuhause für einen Monat, da in dieser Zeitspanne im Vorfeld der Ausstellung immer bis in die Nacht hinein gearbeitet wurde. In einem geschichtlichen Kurz-Exkurs erzählte Urs Fellmann, Gemeinderat und Finanzvorstand, in seiner Laudatio, dass dieses Haus von Anfang an in der Hand von Künstlern gewesen sei. «Seinen Namen hat es von der reichen Milchhändlertochter Meier aus Zollikon, die den italienischen Conte Severini ehelichte. Der Brautvater dachte sich wohl, dass aus der Verbindung mit einem Adligen neben Stand auch noch mehr Wohlstand in die Familie komme. Aber der italienische Nobelmann war dem Vernehmen nach ein ganz besonderer Künstler – ein Lebenskünstler. Mittellos und in keinem einschlägigen Verzeichnis als Conte aufzufinden.» Dies sei zumindest die Version einer  Zeitzeugin. Mit der Sammlung König seien danach die richtigen Künstler eingezogen, deren Skulpturen jetzt noch im Garten der Villa zu besichtigen sind. Etwas später kam dann auch das kleine Format dazu, welches dieses Jahr zum 29. Mal durchgeführt wird. (cef)

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Dezember jeweils Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 13 – 17 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 16 – 20 Uhr zu besuchen. www.daskleineformat.ch