37/2013 Das Belvedere ist fertig gebaut

Das «Belvedere» ist fertig gebaut

Nach langen Jahren des Projektierens und Planens konnte die Vereinigung Kunstfreunde Zollikon ihr Kunstobjekt, das «Belvedere», zwischen Bergstrasse und Forchstrasse gelegen, der Öffentlichkeit übergeben.

Vom Nachmittag bis tief in die Nacht feierten am vergangenen Freitag die Studentinnen und Studenten und die Assistentinnen und Assistenten der ETH-Architekturabteilung ihr gelungenes Werk, unterbrochen lediglich vom kurzen Akt der Übergabe von «Belvedere» an die Öffentlichkeit. Ruedi Merkli, selbst Architekt und Präsident der Kunstfreunde Zollikons, die den Bau angeregt und ermöglicht haben, sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Er äusserte sich begeistert über die engagierte Arbeit der Studierenden und er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses in eleganter Zimmermannsarbeit gestaltete Kunstwerk, das gleichzeitig als Zeichen in der Landschaft steht, aber auch als Aussichtsplattform eine prächtige Sicht über das Seebecken und die Stadt Zürich bietet, von der Bevölkerung Zollikons gut aufgenommen werde. In ähnlichem Sinne äussert sich auch Gemeindepräsidentin Katharina Kull. Sie hat das Projekt als Vertreterin der Gemeinde im Vorstand der Kunstfreunde von Beginn an begleitet und geholfen, die notwendigen Kontakte zu schliessen. Nun zeigt sie sich entsprechend erfreut über die Fertigstellung von Belvedere.

Studierende engagieren sich in den Ferien

Abschliessend wandte sich auch Professor Tom Emerson, aus dessen Master-Lehrveranstaltung das Projekt hervorgegangen ist, an die rund 200 Versammelten. Für ihn ist es ein grosser Schritt, dass erstmals ein von seinen Studenten geplantes Werk ausserhalb des Areals der Hochschule realisiert werden konnte. Er dankte der Gemeinde, den Kunstfreunden und natürlich vor allem seinen Assistenten und Studenten. Für ihn sei es eine der Sternstunden in seiner Lehrtätigkeit gewesen, als er den Studierenden eröffnen musste, dass Belvedere nicht während dem Semester, sondern in den Ferien gebaute werden müsse, und auf seine Frage nach Freiwilligen die Hände aller nach oben geschossen seien.

Die Idee hinter Emersons Lehrveranstaltungen ist, dass die Studierenden nicht einfach ein Projekt entwickeln, sondern es auch selbst realisieren. Es brauchte indessen zwei Anläufe bis alle notwendigen Bewilligungen zusammengekommen waren, obwohl sich die Gemeinde von Anfang an sehr kooperativ gezeigt hatte. Die Lehrveranstaltung ist darauf angelegt, dass ein Entwurf aus einer grossen Zahl von Entwürfen der Studierenden ausgewählt wird, dieser dann aber in gemeinsamer Arbeit aller beteiligten Studentinnen und Studenten immer mehr optimiert wird, bis das Objekt Baureife aufweist. Dem musste im Bewilligungsverfahren Rechnung getragen werden, was dazu führte, dass das Belvedere nicht während des Semesters, sondern in den Semesterferien aufgebaut wurde. Dass damit die Studenten auch von einer anhaltenden Schönwetterperiode profitieren konnten, war ein positiver Nebeneffekt dieser Verschiebung. (ah)