17/2013 Persönlich Herbert Hunziker

Schrebergärtner mit Herz und Seele

Seit knapp 30 Jahren pflegt Herbert Hunziker einen Pflanzblätz in unserer Gemeinde. Er versorgt so seine Familie mit Gemüse, Kräutern und Blumen – achtet aber auch darauf, den kleinen Lebewesen der Natur in seinem Garten ein Zuhause zu bieten.

Als der kleine Igel Micky im letzten Herbst in das von Herbert Hunziker selbstgebaute Igelhaus zog, wog er knapp 450 Gramm. Heute ist er kugelrund, bringt 1Kilo 100 Gramm auf die Waage und hat sich schon zwei Tage in der weiteren Umgebung umgesehen.

Seit letzter Woche nun ist das Gehege weg, Micky ist frei dahinzugehen, wo er hinwill. «Ich denke, er wird immer wieder zurück kommen», sagt Herbert Hunziker, «er ist nun hier zu Hause.» Ein Zuhause bietet Herbert Hunziker nicht nur Micky. Es ist ihm wichtig, dass sein Garten ein Zuhause für viele ist. Die Karotten und Fenchel, die er jährlich anpflanzt, dienen nicht nur der eigenen Verköstigung, sondern bieten speziell dem Schwalbenschwanz, einer seltenen Schmetterlingsart, die bloss Doldengewächse frisst, Nahrung.

Sein Garten kommt ohne Dünger aus. Herbert Hunziker kompostiert vor Ort – schaufelt jährlich seine vier Komposthaufen um und hat so alle zwei Jahre ein ganzes Gatter voll frischem, feinstem Humus.

Aufgewachsen ist Herbert Hunziker auf einem Bauernhof im Fricktal. 1971 heiratete er seine Heidy aus Zollikon – und als dann 1973 und 1977 die beiden Töchter Maya und Yvonne zur Welt kamen, hörte er mit der Schichtarbeit auf und begann bei der Gemeinde Zollikon zu arbeiten. Da gefiel es ihm gut. Er blieb bis zur Pensionierung, engagierte sich zugleich 20 Jahre bei der Feuerwehr und wurde – das ist eine weitere seiner Leidenschaften – Mitglied im Verein der Philatelisten, in dem er als Sammler von Schmetterlingsbriefmarken aus allen Ländern der Welt bekannt wurde.

25 Jahre pflegte die Familie Hunziker einen Schrebergarten im Blumenrain. Dann wechselten sie, aufgrund des geplanten Neubaus des Altersheims, auf einen Schrebergartenplatz im Zollikerberg . «Mir gefällt es sehr hier oben», sagt Herbert Hunziker, «wir haben hier ein kleines Häuschen, nicht bloss einen Schopf wie im Dorf – und wenn ich im Sommer unter dem Apfelbaum sitze und mir die ganze Blütenpracht ansehe und die Bienen herumschwirren, dann weiss ich mit Sicherheit: Es gibt nur einen, der die Wunder der Natur geschaffen haben kann!» (db)

Der ausführliche Bericht ist im aktuellen «Zolliker Bote» vom 26. April 2013 zu lesen.